Aufhängung

 Eine der drängendsten Fragen bei einer Federwiege ist sicherlich: Wie hänge ich sie am besten auf und wie kann man sie befestigen?

Vielleicht machst du dir Sorgen, dass das schwierig, kompliziert und aufwändig ist.

Doch keine Angst. Das ist es alles nicht und es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten. So kannst du eine Federwiege an der Decke, der Wand, dem Türrahmen oder an einem Gestell aufhängen.

Auf dieser Seite möchte ich dir alle Möglichkeiten vorstellen und miteinander vergleichen.

Da wir über die Jahre verschiedene Federwiegen und Hängesessel aufgehängt haben, kennen wir uns mit allen Möglichkeiten gut aus.

Hier eine Übersicht über alle Arten der Befestigung und Aufhängung einer Federwiege:

Befestigung an der Decke: sicher & komfortabel

Die Deckenbefestigung ist sicher der Klassiker. Damit kannst du die Federwiege sicher und platzsparend überall in der Wohnung befestigen. Dabei gehst du folgendermaßen vor:

Schritt 1: Tragfähigkeit der Decke prüfen

Ganz wichtig! Prüfe zunächst, ob die Decke stabil genug ist. Zwar wiegt eine Federwiege mit Kind nicht ganz so viel, dennoch muss gerade hier alles besonders sicher sein. Abgehängte Decken eignen sich dafür nicht, da hier der Dübel nicht hält und die einzelnen Holzpaneele oder die Rigipsdecke nachgeben werden. Eine Befestigung in einer Betondecke oder einem massiven Holzbalken ist dagegen kein Problem.

Schritt 2: Aufhängeort bestimmen & markieren

Überlege dir genau  (ganz genau!), wo die Federwiege wippen soll. Wenn die Löcher einmal gebohrt sind, kannst du sie nicht mehr verschieben. Überlege also, wo es praktisch ist, wenn das Baby schläft und bedenke, dass dieser Ort in der Regel dunkel und ruhig sein sollte. Wir hatten die Wiege beispielsweise zu Beginn im Wohnzimmer und später dann im „Kinderzimmer“ aufgehängt.

Wenn du einen passenden Ort gefunden hast, bedenke, dass du von Wänden und Möbeln genug Abstand einplanst. Die Wiegen haben meist eine Liegefläche von circa 30 x 100 cm. Achte also darauf, dass dieser Platz vorhanden ist und rechne noch einmal Puffer ein. Gleichzeitig solltest du genügend Platz für das Hineinlegen und Herausholen haben.

Tipp: Wenn du die Wiege bereits gekauft hast, halte sie an die entsprechende Stelle an der Decke und prüfe, ob alle Kriterien erfüllt sind. Markiere dir den Punkt an der Decke dann mit einem Bleistift.

Schritt 3: Deckenbefestigung auswählen & kaufen

Spätestens jetzt solltest du dir Gedanken über die entsprechende Aufhängung machen. Wenn du nach „Deckenbefestigung Hängesessel“ „Deckenhalter“ oder „Deckenhaken Boxsack“ suchst, wirst du einige Modelle finden.

Beim Kauf solltest du auf die Traglast und die Art der Befestigung achten. Die Modelle werden meist mit den notwendigen Dübeln und zugehörigen Schrauben geliefert.

Natürlich spielt auch die Optik eine Rolle. Zwar schaut man nicht so oft zur Decke, doch ich finde es immer schön, wenn alles harmonisch aussieht.

Tipp: Überlege, ob der Aufhängeort und die Auswahl der Befestigung nicht später z.B. für einen Hängesessel verwendet werden können. Dann ist der Platzbedarf allerdings größer und der Haken sollte mindestens 120 bis 180 Kilogramm tragen. Auch kann es dann Sinn ergeben, ein Modell zu wählen, welches einen integrierten Drehwirbel hat.

Schritt 4: Bohren

Je nach Aufhängung musst du unterschiedlich viele Löcher bohren. Schaue dir die Schrauben und Dübel einmal vorher an, um die richtige Bohrergröße auszuwählen.

Ich gehe immer so vor, dass ich die Ankerplatte an die Decke lege und dann durch die Löcher mit einem Bleistift die Bohrlöcher markiere. Dann passen die Löcher nachher genau.

Für das Bohren in eine massive Betondecke wirst du entweder eine Schlagbohrmaschine oder eine leistungsstarke Bohrmaschine benötigen.

Tipp: Wer weniger putzen möchte, lässt sich von einer zweiten Person einen Staubsauger an das Bohrloch halten. So wird der Dreck direkt eingesaugt.

Schritt 5: Dübeln

In die Bohrlöcher werden nun die passenden Dübel gesteckt. Wahrscheinlich müssen sie vorsichtig mit einem Hammer ganz hineingeschlagen werden, damit sie ganz im Loch verschwinden.

Damit du mit dem Hammer nicht die Decke beschädigst, solltest du am besten einen Gummihammer verwenden. Auch kannst du mit einem Blatt Papier, einem Karton oder etwas anderem die Decke schützen, wenn du sie auf den Dübel legst und darauf hämmerst.

Schritt 6: Ankerhaken eindrehen

Als letztes befestigst du nun die Ankerplatte mit den Schrauben. Ziehe sie dabei maximal fest und prüfe danach, ob alles auch wirklich fest ist und hält.

Schritt 7: Aufhängung vervollständigen

Nun kannst du die Aufhängung fertig machen. In jedem Fall wirst du eine Kette bzw. ein Seil benötigen. Eventuell noch eine Feder oder einen Drehwirbel. Achte einfach darauf, was bei deiner Federwiege mitgeliefert wurde.

Aufhängung am Gestell: Flexibel & elegant

Wer nicht bohren darf oder möchte, kann die elektrische Federwiege an einem Gestell aufhängen.

Die verschiedenen Hersteller bieten hierfür passende Modelle an. Diese sind sehr filigran, passen perfekt zu der jeweiligen Wiege und sind schnell aufgebaut. Allerdings sind sie ausschließlich für das Aufhängen von Federwiegen gedacht, da die maximale Belastung meist nur 30 Kilogramm beträgt.

Natürlich kannst du auch ein Gestell eines Hängesessels verwenden, wenn die Maße passen und die Federwiege beim Schwingen nirgendwo anschlägt.

Eine Übersicht verschiedener, spezieller Federwiegengestelle findest du auf unserer Seite.

Federwiegengestelle

Selbstverständlich haben wir auch einige Gestelle für Federwiegen für dich getestet.

Befestigung an der Wand: Platzsparend & besonders

Eher ein Nischendasein fristet die Wandbefestigung von Federwiegen. Ich finde aber ganz zu Unrecht! Mittlerweile gibt es wunderschöne Wandgestelle, an denen du eine Wiege befestigen kannst.

Besonders praktisch ist, dass sich einige Modelle einklappen lassen, wenn sie nicht in Verwendung sind.

Bei der Befestigung gehst du genauso wie bei der Decke vor, nur dass du die Punkte auf die Wand überträgst.

Befestigung am Türrahmen: Schnell aufgebaut & günstig

Mit Hilfe einer Türklammer kann eine Federwiege in wenigen Minuten am Türstock befestigt werden. Dafür wird die Klammer auseinandergedrückt und um den Rahmen gelegt. Dann zieht sie sich wieder zusammen. Durch die Feder bleibt die Klammer zu und ist sicher am Türrahmen befestigt. Das ist eine sehr günstige Möglichkeit, eine Federwiege aufzuhängen.

Das geht mit etwas Übung sehr schnell und ist fast überall möglich.

Das ist besonders praktisch, wenn man eine Möglichkeit zur Aufhängung braucht, wenn man nicht zuhause ist. Gerade für Urlaube oder Besuche ist eine solche Befestigung der Federwiege sehr praktisch. Zu breit sollte der Rahmen allerdings nicht sein, da die Spreizung der Klammern begrenzt ist. Bei Zargen in Altbauwohnungen kann sie an ihre Grenzen stoßen.

Natürlich kann die Wiege damit nur an den Türen befestigt werden. Das hat den Nachteil, dass man nicht mehr in das Zimmer kommt, wenn das Baby in der Wiege schläft. Da die meisten Zimmer vom Flur abgehen, hängt die Wiege hier recht zentral. Das kann zu Problemen führen, wenn dein Baby einen sehr leichten Schlaf hat und du z.B. häufig an der Wiege vorbeilaufen musst.

Tipp: Um das Verkratzen oder Abdrücke am Türrahmen zu vermeiden, kannst du zur Sicherheit noch ein Stück Pappe zwischen Klammer und Rahmen legen.

Tipp 2: Wenn du schon eine Klimmzugstange hast, die du im Türrahmen befestigst, kannst du diese natürlich auch als Aufhängung für deine Babywiege nutzen.

Qual der Wahl

Nun kennst du alle Möglichkeiten, eine Federwiege sicher zu befestigen und aufzuhängen. Welche Möglichkeit für dich, deine Wohnsituation und Gewohnheiten am besten ist, kannst nur du entscheiden.

Lasse dich aber von dieser Frage nicht davon abbringen, eine Federwiege mit Motor zu besorgen. Denn du wirst sehen, wie viele Vorteile sie hat.